Insel Urlaub Malta

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Klima der Insel Malta

Auf Malta herrscht subtropisches, trockenes Mittelmeerklima. Dieses ausgeglichene Seeklima ist von milden, feuchten Wintern und trockenen, warmen, aber nicht übermäßig heißen, Sommern geprägt. Die jährliche Niederschlagssumme beträgt auf den Inseln gut 550 Millimeter, wobei der geringste Niederschlag mit gegen Null tendierenden Werten im Sommer – speziell im Juni und Juli – und der meiste im Winter zu verzeichnen ist. Der Regen zieht zumeist kurz und heftig über das Land, wohingegen Dauerregen unüblich ist. Die Luftfeuchtigkeit auf Malta liegt im Sommer bei durchschnittlich 74 Prozent und in den Wintermonaten bei etwa 78 Prozent.

Wie für Insellagen typisch, sind die täglichen Temperaturunterschiede mit fünf bis zehn Grad Celsius zumeist sehr gering. Die höchsten Temperaturen werden in den Sommermonaten Juli und August erreicht, in denen die Durchschnittswerte auf bis zu 26 Grad ansteigen. Die tiefste monatliche Durchschnittstemperatur hat der Januar mit 12,3 Grad Celsius. Besonders in den Wochen ansteigender Temperaturkurven im März und April können kräftige, kalte Winde die gefühlte Temperatur negativ beeinflussen. Die Wassertemperaturen im Mittelmeer um die Inseln variieren dem Klima entsprechend. Im August betragen sie in der Regel 25,6 Grad Celsius und sinken erst ab Oktober unter 20 Grad Celsius ab. Unterhalb dieser Marke halten sie sich für gewöhnlich bis Mai, wobei Tiefstwerte von 14 Grad Celsius erreicht werden können.

 
 

Die staatliche Wetter- und Klimamessstation ist das Meteorological Office Malta International Airport am internationalen Flughafen des Landes nahe der Ortschaft Luqa im Südosten der Hauptinsel. Die tiefste jemals auf dem maltesischen Archipel registrierte und offiziell bestätigte Temperatur betrug am 19. Februar 1895 in Valletta 1,2 Grad Celsius. Unbestätigt ist der Wert von -1,7 Grad Celsius am 1. Februar 1962 auf dem Flugplatz von Ta’Qali. Im August 1999 wurde am Flughafen mit 43,8 Grad Celsius die höchste Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen. Entsprechend den klimatischen Bedingungen ist Schnee ein äußerst seltenes Phänomen auf Malta. Nachweislich seit 1800 hat es auf den Inseln keine Schneedecke mehr gegeben; allerdings verzeichnete man im Februar 1895, im Januar 1905 sowie am 31. Januar 1962 leichte Schneeschauer.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Malta
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 15,2 15,5 16,7 19,1 23,3 27,5 30,7 30,7 28,0 24,2 20,1 16,7 Ø 22,3
Min. Temperatur (°C) 9,2 9,3 10,1 11,9 14,9 18,4 21,0 21,0 20,1 17,1 13,9 11,0 Ø 14,8
Temperatur (°C) 12,3 12,5 13,7 15,7 18,8 22,7 25,5 26,1 24,4 21,4 17,7 14,1 Ø 18,7
Niederschlag (mm) 89,0 61,3 40,9 22,5 6,6 3,2 0,4 7,0 40,4 89,7 80,0 112,3 S 553,3
Sonnenstunden (h/d) 6,0 6,0 7,0 9,0 10,0 12,0 13,0 11,0 9,0 8,0 6,0 5,0 Ø 8,5
Regentage (d) 13,7 10,9 8,9 6,4 2,8 1,1 0,4 1,0 3,9 10,2 10,6 14,2 S 84,1
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15,2
9,2
15,5
9,3
16,7
10,1
19,1
11,9
23,3
14,9
27,5
18,4
30,7
21,0
30,7
21,0
28,0
20,1
24,2
17,1
20,1
13,9
16,7
11,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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a
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89,0
61,3
40,9
22,5
6,6
3,2
0,4
7,0
40,4
89,7
80,0
112,3
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Quelle:World Meteorological Organisation: Wetterinformation für Malta und www.wetter-eu.de

Das Problem der Wasserarmut

Die Verfügbarkeit von Trinkwasser stellt eines der größten Probleme in Malta dar. Der jährliche Trinkwasserbedarf beläuft sich auf rund 21.000.000 Kubikmeter, allerdings besitzt das Land selbst nur äußerst spärliche Süßwasservorkommen. Während die regenarmen Sommer mit den mit ihnen einhergehenden Touristenströmen gleichzeitig die Zeit des höchsten Wasserverbrauchs sind, fließen die kurzen, kräftigen Regenfälle im Winter in der Regel zum größten Teil ungenutzt ins Meer, anstatt das Land nachhaltig zu wässern. Auf diese Weise gehen jährlich fünf bis zehn Prozent (umgerechnet etwa 8.000.000 bis 17.000.000 Kubikmeter Wasser) des Niederschlages verloren. 75 bis 80 Prozent verdunsten und nur 15 bis 20 Prozent füllen die unterirdischen Wasserreservoirs und Quellen auf. Das Verhältnis der Verfügbarkeit von erneuerbarem Trinkwasser pro Einwohner ist nach dem in Libyen das zweitgeringste der gesamten Region und den Angaben der Vereinten Nationen zufolge ist Malta das wasserärmste Land der Erde. Die gewonnene Süßwassermenge pro Kopf der Bevölkerung nimmt stetig ab und hat sich von 1996 bis 2006 auf 32,2 Kubikmeter nahezu halbiert. Obwohl die Menge 2007 wieder geringfügig angestiegen ist, liegt sie weit unter dem europäischen Durchschnitt.

Um den Bedarf wenigstens teilweise zu decken, bedient man sich so genannter Tiefbrunnen. Diese vermögen die Wasserversorgung jedoch auf Dauer auch nicht zu gewährleisten, zumal sie durch übermäßige Wasserentnahme mit den Jahren versalzen. Aus diesem Grunde wird ihre Benutzung reduziert und sie sind nur noch in der Landwirtschaft und bei der Versorgung öffentlicher Einrichtungen im Einsatz. Als parallele Methode haben sich vier Umkehrosmoseanlagen (Meerwasserentsalzungsanlagen) und eine Brauchwasseraufbereitungsanlage etabliert, die die erforderliche Leistung bringen. Auf Grund der zunehmend steigenden Kosten für die fossilen Brennstoffe, mit denen die Energie für diese Anlagen generiert wird, und der damit verbundenen Umweltverschmutzung hat die Regierung nun allerdings die Trinkwassermenge, die dort hergestellt werden darf, begrenzt.

Eine weitere Versorgungsmöglichkeit bieten natürliche und künstliche unterirdische Wasserreservoirs. Im porösen maltesischen Kalkstein schwimmt das Frischwasser teilweise ähnlich einer Ghyben-Herzberg-Linse über der Salzlauge. In Ta Kandja, einem Flecken nahe Siggiewi, befindet sich die 1963 fertiggestellte Water Services Corporation’s Groundwater Pumping Station. Von dieser Pumpstation gehen in einer durchschnittlichen Tiefe von 97 Metern unter der Oberfläche radial die Ta' Kandja galleries ab, sechs zusammengerechnet gut 6,2 Kilometer lange Tunnel, in denen sich das Frischwasser sammelt und aus denen es herausgepumpt werden kann. Unter den Dörfern Maltas verlaufen insgesamt knapp 42 Kilometer solcher Tunnel, die das Wasser entweder auffangen oder es in Reservoirs weiterleiten.

Dennoch ist Malta nach wie vor auf die Hilfe des Auslandes angewiesen und erhält beispielsweise während der Sommermonate stets Tankerladungen mit Trinkwasser aus Sizilien, die in das heimische Netz eingespeist werden.

Obwohl 100% aller Haushalte an eine Kanalisation für kommunales Abwasser angeschlossen sind, wird für 87% aller Haushalte das Abwasser nicht nachbehandelt. Doch auch der bei dem geringen Anteil der Nachbehandlung anfallende Klärschlamm wird weder landwirtschaftlich genutzt oder kompostiert, sondern auf Deponien gelagert.

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